Erzählung über meine Pilgerung von  

Leon nach Santiago de Compostela

Meine Pilgerung über den Camino de Frances ( Jakobusweg) von Leon ( Spanien) nach Santiago de Compostela.

Am Anfang,

stand ein Bericht im Oktober 2004 in einer Zeitschrift über Santiago de Compostela und über einen Pilgerweg der dort hin führt und uralt sei. Dieser soll dem Menschen der den Weg mit offenem Herzen und offenen Augen geht verändern. Diesen Bericht hatte ich mit Interesse gelesen und sprach mit einem Kumpel darüber bei dem ich zu Besuch war. Zufällig hatte mein Kumpel auch schon davon gelesen. Wir kamen im laufe des Abends irgendwie auf dieses Thema und fanden es beide sehr interessant. Wir sind beide der Meinung, das in diesem Weg viel Glauben, Geschichte und Abenteuer steckt.

Es dauerte bis November 2005 als der Jakobusweg bei uns wieder zur Sprache kam. Es war auch nur Zufall. Denn Hape Kerkeling war ja in aller Munde. Er soll ja den Camino de Fance von Frankreich bis nach Santiago de Compostela ca. 990 km gepilgert sein.    Ab  jetzt wurde das Gespräch intensiver geführt und man traf sich öfter um darüber zu reden.

Bei unseren Gesprächen die immer tiefer in Glaubensthemen über die Kabala , Gothen , Kelten , Kreuzritter , Atlantis , Römern und Jesus mit seinen Jüngern gingen, kamen wir zu der Erkenntnis das wir diesen Weg ebenfalls pilgern müssten. Gedacht und schon geplant. Wir besorgten uns über das Internet Daten , Fakten und Zahlen, bestellten Kartenmaterial und schauten uns die Strecke auf der Karte an. Puh, 990 km ist ganz schön weit, das jedenfalls mussten wir feststellen als wir uns überlegten in welcher Zeit man wie viel Kilometer  in zwölf Tagen zurücklegen könnte. Wir trauten uns immerhin fünfunddreißig Kilometer pro Tag zu. Also 350 km in zehn Tagen plus zwei Tage Puffer. Leider waren wir zeitlich so begrenzt, da wir nicht mehr Urlaub bekamen. So legten wir das Startziel in Leon fest. Hätten wir mehr Urlaub bekommen, hätten wir wohl den ganzen Jakobusweg in Angriff genommen. Nun ja, man muss nehmen was man kriegen kann.

Die Planung ging in die Vollen. Flüge buchen, Trekkingrucksäcke kaufen und überlegen was alles mitgenommen werden muß. Wanderschuhe hatten wir auch nicht. Einen leichten Schlafsack besorgen und so weiter. Packlisten schauten wir uns verschiedene im Internet  von anderen die diesen Weg schon gepilgert waren an. Aber wir kamen zu dem Entschluss das jeder selber entscheiden muß was er mitnimmt. Jeder ist anderer Ansicht was für ihn wichtig ist und was nicht. So ging es langsam voran mit unserer Planung. Aus verschiedenen Pilgerführern suchten wir uns die an unserem Weg liegenden Herbergen heraus. So wie wir der Meinung waren, diese zu erreichen.

Wir rechneten mit einem Schritt von circa vier Kilometern pro Stunde, das wären circa 9 Stunden Fußmarsch pro Tag ohne Pause. Das Gepäck in unseren Rucksäcken wog circa 10 Kilo. Wir waren immer noch zuversichtlich dieses schaffen zu können.

Als wir unsere Ausrüstung zusammen gekauft hatten, suchten wir vier verschiedene Übungsstrecken, um zusehen in wieweit wir tatsächlich diese Strecke von fünfunddreißig Kilometern schaffen können. Neun Stunden marschieren mit nur kleinen Pausen das ist selbst bei uns im Flachland ohne Vorbereitung nicht ganz einfach. ( Fand ich wenigstens.) Also nach der ersten Übungstour Ende Mai 2006 hatte ich mir schon die Fußnägel von den beiden großen Zehen kaputt gelaufen. Das lag wohl an den falschen Schuhen, die anscheinend nicht richtig passten. Es tat richtig weh als die Zehnägel nur schon nach der ersten Übungstour blau wurden, aber so hatte ich schon mal die Gewissheit nicht die richtigen Schuhe zu haben  :-)    Also musste ich hier noch einmal nachbessern.

Die zweite Übungstour war Ende Juni 2006 und verlief zu mindestens mit den neuen Trekkingschuhen erheblich besser. Das Wetter war hervorragend zum laufen. Wir schnallten unsere Rucksäcke auf und namen Morgens um acht Uhr unseren zweiten Übungsmarsch in Angriff.

Blauer Himmel und die Sonne strahlte uns an. Es versprach ein schöner Tag zu werden. Das wurde er auch. Mittags wir waren knapp die Hälfte des Weges gelaufen, kamen wir in einer kleinen Ortschaft an einem Thermometer vorbei. Dieses zeigte eine Temperatur von 31° an. Es war also verdammt warm. Leider hatten wir erst ca. 20 km hinter uns, und bis zum Auto hatten wir noch 16 km vor uns. Wir machten eine Pause von zwanzig Minuten und rafften uns dann auf weiter zugehen. Die Pause bekam uns nicht, denn danach hatten wir keine Lust mehr. Aber was soll`s wir hatten es ja so gewollt. Also weiter. Wir wurden immer langsamer und brauchten fast eine Stunde länger für unsere zweite Tour als wie bei der ersten Übungstour. Total erschöpft kamen wir am Auto an und waren froh endlich den Rucksack ablegen zu können. Als mein Kumpel mich zu Hause abgesetzt hatte schmiss ich mich nur noch auf das Sofa und hatte Schüttelfrost von der Überanstrengung. Meine liebe Frau versorgte mich sogleich mit mineralhaltigen Getränken und schüttelte den Kopf über so viel Unverstand. Bei der Hitze so weit zu laufen und dann nicht richtig zu trinken das geht doch nicht schimpfte sie. Nunja ich musste zugeben ein halber Lieter Wasser für fast elf Stunden war wohl etwas zu wenig. Aber ich wollte ja nicht noch mehr Gewicht mit schleppen. Aber wieder hatte man etwas dazu gelernt. Die letzten beiden Übungstouren Mitte Juli und Mitte August verliefen dann aber auch problemlos.

Unser Abreisetag der 15 September, kam immer näher. Noch einmal alles überprüfen ob wirklich nichts vergessen worden war. Die Personalausweise , die Flügtickets und das Gepäck , ja alles war vollzählig. Nun fieberten wir auf den 15. September hin. Noch eine Woche, dann endlich ging es los. Im laufe der Vorbereitungen und Gespräche hatten wir auch Menschen kennen gelernt die uns einen Vogel gezeigt haben. Wie kann man im Urlaub nur solch eine Strapaze auf sich nehmen. Belächelte man mich des öfteren. Andere wiederum fanden unsere Pilgertour interessant.

Der Erste Tag:

Endlichwar es soweit. 14.September 24 Uhr. Ich holte Carsten, meinen Kumpel ab. Dann fuhren wir los. Von Bad Zwischenahn nach Paderborn. Unser Flieger nach Alicante ging um fünf Uhr. Drei Stunden fahrt bis zum Flugplatz und dann pünktlich einchecken. Der Flug nach Alicante dauerte zweieinhalb Stunden. Alles klappte hervorragend. Pünktlich um halb acht kamen wir in Alicante an. Da wir zwei Stunden Aufenthalt hatten, gingen wir noch aus dem Flughafen heraus. Und schauten uns das ganze von außen an.

                

                 Siehe die eingefügten Bilder zu diesem Bericht                          

Dann pünktlich um halb zehn ging unser Flieger nach Madrid. Nach weiteren zweieinhalb Stunden Flug kamen wir in Madrid an.

                               

Jetzt hatten wir wieder zwei Stunden Aufenthalt, bevor es nach Leon weiter geht. Wir machten es uns gemütlich und nahmen einen Happen zu uns. Das hätten wir besser nicht gemacht. Denn auf einmal wurde uns die Zeit knapp. Wir mussten noch ganz durch den Airport um zu unserem Gate zu kommen. Dann ging unser Flieger nach Leon.

In Leon durfte ich leider kein Bild vom Flughafen machen. Da dieser bewacht und Privat war.

Nach dem ausschecken, standen wir auf dem Bürgersteig und überlegten wie wir nach Leon kommen sollten. Es standen einige Taxen und warteten auf die Fluggäste. Aber wir waren ja ausgeruht und wollten das Taxigeld sparen. So machten wir uns voller Tatendrang auf. Es galt die Kathedrale von Leon zu erreichen. Vom Flughafen aus konnte man diese sogar sehen. Es konnte also nicht so weit sein. Nach gut zwei Stunden Fußmarsch erkundigte sich Carsten der etwas Spanisch konnte wie weit es denn noch nach Leon sei. Ein hilfreicher Spanier erklärte, das es noch mindestens fünfzehn Kilometer sei. Ich dachte ich hätte das nicht richtig verstanden, aber Carsten bestätigte dieses. Es war mittlerweile sechzehn Uhr und wir waren mittlerweile doch schon etwas kaputt. Die lange Zeit von Mitternacht bis jetzt hatte doch ein wenig an unserem Elan gekratzt. Man hatte ja schließlich auch am Vortage nicht viel geschlafen. So hielten wir ein Taxi an und fuhren den Rest nach Leon rein. Der Taxifahrer brachte uns bis fast an die Kathedrale. Noch fünfhundert Meter und wir waren da. Wir bogen um die nächste Ecke und standen auf dem Marktplatz vor der großen Kathedrale.

                       

                                       

Jetzt mussten wir nur noch die Herberge ( Albergue) finden in der wir schlafen wollten. Es sollte die alte Polizeischule sein (Albergue de Leon) . Wir fragten erst einige Einheimische nach dem Weg. Diese wussten aber nicht so genau was wir meinten und nach fast zwei Stunden Suche gingen wir dann doch in das Informationsbüro das am Marktplatz war. Hier konnte man etwas Deutsch und so konnte man uns gut den lange gesuchten Weg erklären. Von dem Informationsbüro bis zur Albergue mussten wir noch zwanzig Minuten laufen. Endlich angekommen , bekamen wir unser Zimmer zugewiesen. Es war außer uns noch kein anderer da. Wobei die anderen Zimmer schon alle belegt waren. Das Zimmer war wirklich sauber und die Betten waren auch ok. Es waren alles Doppelbetten. Es dauerte nicht lange, bis die Tür geöffnet wurde und weitere Pilger herein kamen. Man begrüßte sich höflich mit dem Gruß „ Bueno de Camino“ und einem freundlichen lächeln. Unser Zimmer hatte vier Doppelbetten die auch alle belegt wurden. Die Albergue war ab zwanzig Uhr komplett ausgebucht. Carsten und ich hatten den Tag über noch nicht viel gegessen und nach dem wir geduscht hatten, begaben wir uns zurück in die Stadt um ein Lokal zu finden in dem wir noch etwas essen konnten. Das war gar nicht so leicht. Denn die Lokalitäten öffneten erst gegen einundzwanzig Uhr. Zufällig fanden wir ein Mc Donalds und so hauten wir uns einige Hamburger in den Magen. Nicht wirklich zufrieden gingen wir Richtung Albergue zurück. Zufällig kamen wir noch an einem kleinen Supermarkt vorbei. Dort kauften wir noch etwas zu essen und zu trinken für den nächsten Tag. Das hätten wir sonst bestimmt vergessen. Jetzt aber ins Bett. Der nächste Tag würde anstrengend werden.

Der zweite Tag:

Die Nacht war sehr unruhig. Einer der anderen Mitschläfer schnarchte sehr laut. So das man des öfteren wach wurde. Um sechs Uhr piepte der Wecker von meiner Armbanduhr. Es war noch stockfinster. Leise stand ich auf und weckte Carsten. Mit der Taschenlampe suchten wir unser Waschzeug und gingen in den großzügigen und wirklich sauberen Waschraum. Wir waren nicht die ersten die aufgestanden waren. Nach dem Waschen ab in unser Zimmer. Die anderen schliefen noch. Mit der Taschenlampe bewaffnet packten wir unsere Sachen in den Rucksack. Den Schlafsack zusammen packen, die Sachen anziehen und ja nichts vergessen. Dann ab in den beleuchteten Flur und alles noch einmal überprüfen. Mittlerweile war es kurz vor sieben.

                                                       

Wir hatten alles zusammen und nun ging es los. Draußen war es noch immer dunkel. Als erstes mussten wir zurück zur Kathedrale. Von hieraus sollte es losgehen. Es gestaltete sich als nicht so einfach den Anfang des Pilgerweges zu finden. Zumindest waren wir nicht die Einzigsten die den rechten Weg nicht finden konnten. Erst nach dem ich einem Straßenfeger um Hilfe bat, kamen wir vorwärts. Es galt heute fünfunddreißig Kilometer zu schaffen. Dann ging es quer durch die Stadt und dann durch das nicht so schöne Industriegebiet von Leon. Man musste schon genau hinschauen um die Wegmarkierungen zu sehen. Diese waren entweder auf der Straße oder an Hauswänden so wie am Bordstein aufgemalt. Es konnte eine gelbe Muschel oder ein gelber Pfeil sein.

                                                            

                                                          Nicht immer waren die Wegmarkierungen so deutlich.

Als wir aus der Stadt heraus waren, ging es noch etwas die Straße entlang um dann in das offene Gelände zu gelangen.

                          

                                                

 Zum Glück hatten wir am Vorabend in dem Supermarkt noch etwas eingekauft. Den als wir los gingen hatte noch keine Lokalität auf in der man hätte etwas frühstücken können. So hatten wir wenigsten etwas zu beißen für Unterwegs. Nach siebeneinhalb Stunden und fünfunddreißig Kilometern bei circa 30 Grad im Schatten , kamen wir an unserem ersten Etappenziel dem Ort Hospital del Orbigo an. Wir waren ziemlich geschafft. Denn wir hatten einen guten Schritt gemacht und waren dementsprechend kaputt. Wir hatten uns die Albergue „San Miguel“ ausgesucht. Wir wurden sehr nett empfangen. Die Albergue war recht sauber und die Schlafgelegenheiten waren wie beim ersten mal Doppelbetten.

                              

Wir waren nicht die ersten am heutigen Tag. Hatten aber das Glück noch Betten im unteren Bereich zu bekommen. Jetzt hatten wir aber auch Hunger. Wir gingen duschen und wollten dann etwas essen gehen. Denn bei der Ankunft hatten wir eine Bar gesehen die ein Pilgermenue für acht Euro anbot. Wir freuten uns schon auf ein Bier und etwas Warmes. Aber wir hatten die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Den etwas Warmes sollte es erst ab einundzwanzig Uhr geben. Etwas enttäuscht zogen wir wieder vondannen und schauten uns die Ortschaft an. Da es aber nichts besonderes gab, begaben wir uns zurück zur Bar. Hier genehmigten wir uns erstmal ein großes Bier.

                                    

                                                 Das Bild machte der freundliche Wirt von uns.

Nach einiger Zeit gab es dann auch etwas zu essen. Das Pilgermenue war in drei Gänge eingeteilt. Erst konnte man auswählen zwischen einer Vorsuppe , einem Salat oder warmen Nudeln. Als zweites gab es Fleisch oder Fisch mit Kartoffeln. Als Nachtisch konnte man dann noch zwischen Jogurt und Obst wählen. Gut gesättigt begaben wir uns zurück zur Albergue. Dort legten wir uns auch sogleich schlafen. Einige andere schliefen schon.

Der dritte Tag:

Wieder weckte mich meine Armbanduhr um sechs Uhr. Wie am Tag zuvor weckte ich Carsten und wir machten uns für den Tag bereit. Dieses mal gab es in der Albergue aber ein Frühstück. Kurz nach sieben Uhr gingen wir los. Es war wieder Stockdunkel. Doch wir fanden gleich den richtigen Weg. Am Ortsende sind dann zwei Wege ausgeschildert. Wir entschieden uns für den schöneren Weg. Nicht den an der Hauptstraße lang, sondern den etwas längeren durch die Landschaft und über die Hügel. Als die Sonne aufging wurde es auch gleich wieder warm. Die Wege waren auf der ganzen Strecke sehr Steinig und es ging einige male ganz schön bergauf und bergab. Ständig trafen wir auf Pelegrinos die uns nett grüßten. Gegen Mittag spürte ich das ich eine Blase an der rechten Ferse bekommen hatte. Diese tat zwar weh, aber es war noch auszuhalten. Am Ortsausgang von dem Ort El Ganso machten wir eine Trink und Esspause.

                                    

Das hätten wir vielleicht nicht machen sollen. Den wir waren gerade wieder aufgebrochen und circa zwei Kilometer gegangen, als ich an der rechten Ferse einen stechenden Schmerz verspürte der nichts Gutes verhieß. Ich schnallte den Rucksack ab und zog mir meinen Schuh und den Strumpf aus. Das Malör war nicht zu übersehen. Die Haut war samt Fleisch herunter getreten. Das sah nicht gut aus. Da sprach uns ein Pilger auf Deutsch an. Er bot seine Hilfe an und schüttelte seinen Kopf als er meine Ferse sah. Ich verpflasterte die Wunde so gut es ging. Zum Glück hatte ich vorgesorgt. Ich hatte zwar nicht gedacht das es mich so erwischen würde aber ich hatte für alle Fälle genug Pflaster dabei. Ich zog meinen Schuh wieder an und langsam ging es weiter. Es waren noch fast acht Kilometer bis zu unserem Tagesziel. Der Deutsche Pilger erzählte das er aus Dresden komme. Wir erzählten ihm das wir aus Bad Zwischenahn seinen. Ich humpelte weiter und musste feststellen, das meine Ferse mehr weh tat als wie ich zugeben wollte. Wir benötigten für die letzten Kilometer mehr Zeit als geplant. Der Dresdner begleitete uns bis nach Rabanal del Camino. Hier hatte er auch sein Tagesziel. In der Albergaue Nuestra Senora del Pilar kamen wir unter. Es war eine ordentliche Herberge mit Waschmaschine, Trockener und einer großen Freiluftbar in der wir als erstes ein schönes Bier tranken. Dann holten wir uns unseren Stempel ab und meldeten uns an. Die freundlichen Herbergseltern wiesen uns ein Bett zu. Vorsichtig zog ich meinen Schuh aus. Nach dem Duschen saß ich auf dem Bett und wollte meine Ferse neu mit Pflaster versorgen, als mich ein Spanier ansprach. Da ich kein Spanisch konnte verständigten wir uns durch zeigen. Das klappte erstaunlich gut und der Spanier half mir mit seinem Pflaster meine Ferse richtig ab zu tapen. Danach konnte ich wieder ganz leidlich laufen.

                                                  

    Der Abend verging recht schnell. Nach einigen Bierchen konnten wir auch ganz gut schlafen.

Der vierte Tag:

Wie schon die anderen Tage zuvor machte mich meine Uhr wach. Mit der Taschenlampe suchten wir wie jeden Morgen unsere Sachen zusammen und machten uns auf den Weg. Es gab noch eine kleine Wegzehrung bevor wir los zogen. Es war wie jeden Morgen stockdunkel. Wir mussten den Weg zuerst mit der Taschenlampe suchen. Schon nach einigem Metern merkte ich das meine Blase an der Ferse schlimmer war als ich dachte. Wir kamen nur langsam voran. Wir hatten heute eine Strecke von sechsunddreißig Kilometern vor uns. Wenn ich so langsam weiter gehen muss kommen wir nicht an unser geplantes Ziel. Es dauerte fast zwei Kilometer bis ich einigermaßen Schritt machen konnte. Dann kamen wir nach Cruz de Ferro.( Eisernes Kreuz) Das war für diese Strecke der höchste Punkt bei 1500 Meter. Hier gibt es einen Holzpfahl mit einem eisernen Kreuz. Hier werfen die Pilger einen Stein auf einen großen Steinhaufen als Symbol hier seine Sünden abzuladen. Der Steinhaufen soll über die Jahre gewachsen sein. Nach einer kurzen Pause der Besinnung gingen wir weiter. Wir mussten schließlich noch bis nach Ponferrada. Die nächsten achtundzwanzig Kilometer ging es stetig bergab. Wir mussten schließlich bis auf vierhundert Meter runter. Unterwegs hatten wir eine sehr schöne Landschaft vor uns. Auch einige Kühe liefen uns über den Weg.

Hier nur eine kleine Auswahl von Bildern die ich zwischendurch machte.

                     

                 

                         

Um halb vier kamen wir endlich in Ponferada bei der Albergaue San Nicolas de Flüean. Endlich konnte ich meine Schuhe ausziehen. An der linken Ferse hatte sich zu meinem Pech auch noch eine große Blase gebildet. Nach dem Duschen ging ich zu einem Fußdoktor, der in einer Ecke saß und auch schon bei anderen die kaputten Füße behandelte. Das hätte ich vielleicht nicht tun sollen. Aber hinterher ist man ja immer schlauer. Als der Mann meine Blasen sah, schüttelte er mit dem Kopf und gab mir zu verstehen das das nicht gut sei. Dann nahm er meinen rechten Fuß, und drückte die heruntergetretene Haut wieder hoch. Es fing an zu bluten, aber es war schön als der Schmerz nach ließ. Der Arzt verpflasterte die Wunde und nahm sich meinen linken Fuß vor. Ich dachte ja das er das Pflaster das ich darüber geklebt hatte vorsichtig lösen würde, aber falsch gedacht. Er nickte einem hinter mir sitzendem Spanier zu. Der hielt meine Schultern fest und der Doc. riss mit einem Ruck das Pflaster von der Ferse herunter. Es blutete, den die ganze Haut die am Pflaster klebte wurde mit abgerissen. Die Tränen schossen mir in die Augen. Aber ich biss die Zähne zusammen den man ist ja schließlich tapfer. Dann verklebte er auch noch diese Wunde.

Die Hacken taten jetzt so weh, das ich fast nicht mehr laufen konnte. Zwei andere Deutsche die das mitbekommen hatten waren der Meinung das ich den Nächsten Tag nicht laufen würde. Ich gab mich zuversichtlich und machte gute Miene zum bösen Spiel. In der Nacht schlief ich überhaupt nicht gut. Denn meine Fersen taten so weh, das ich nicht wusste wie ich liegen sollte.

Der fünfte Tag:

Am nächsten Morgen um sechs Uhr kam ich tatsächlich nicht in meine Schuhe. Ich konnte nur meine Sandalen mit herunter getretenen Hacken anziehen. Es war ein Dilemma. Carsten und ich überlegten wie vorzugehen war. Wir kamen zu dem Entschluss das ich mit dem Bus bis zur nächsten Station nach Villafranca del Bierzo fahren sollte um dort auf Carsten zu warten. Na gut was sollte ich machen. Mir blieb nichts anderes übrig als mit dem Bus zu fahren. Aber als die meisten Pilger an mir vorbeizogen hätte ich am liebsten geheult ich wollte auch laufen. So lief Carsten die Strecke von sechsundzwanzig Kilometern für diesen Tag alleine. Ich begab mich mit meinem Rucksack zur Busstation und wartete das der Bus kam. Nach ungefähr einer halben Stunde ging es los. Die Fahrt dauerte etwa zwei Stunden. Wir hielten an fast jeder Haltestelle an. Dann kamen wir nach Villafranca del Bierzo. Es war halb elf. Ich erkundigte mich von wo die Pilger kommen könnten und positionierte mich so das ich Carsten nicht verpassen konnte. An einer Stichstraße setzte ich mich in die schöne Sonne. Ich löste die Pflaster vorsichtig, damit Luft an die Wunden kommen konnte.

                        

Die Albergue Ave Fenix war gleich neben einer kleinen Kirche. In der Kirche streckte ich tatsächlich eine Kerze an undbatGottdarum das meine Füße die Pilgerstrecke halten mögen                                                                                                                                                                          

                                                                                                                                     (siehe hier unten)   

Carsten kam gegen halb zwei bei mir an. Er sah noch recht gut aus und wir überlegten, ob wir noch weiter gehen sollten. Ich traute mir nach dieser Gehpause in meinen Sandalen noch etwas zu. Aber Carsten meinte, das ich mit meinen Fersen besser nicht weiter gehen sollte. Der junge Mann aus Dresden war mit Carsten gekommen und stimmte dem zu. So machten wir notgedrungen eine längere Pause in diesem Ort. Wir begaben uns zur Herberge, bezogen unser Bett und duschten. Danach wir hatten ja nun genügend Zeit und gingen  langsamen Schrittes in den Ort. Wir tranken einen Milchkaffee und Carsten schrieb einige Karten an Verwandten und Freunde. Um fünf öffnete die Apotheke und ich ging hinein, um mir noch etwas Pflaster zu kaufen. Der Apotheker sah meine kaputten Fersen und gab mir etwas dafür. Es war kein Pflaster, aber Schaumstoff mit einer Schutzfolie versehen. Das klebte ich mir darüber, und so konnten die Strümpfe und die Schuhe nicht mehr an den Wunden scheuern. Danach begaben wir uns zur Herberge zurück. Dort waren schon eine Menge anderer Pilger angekommen. Es waren noch ein Bayer eine Schweizerin so wie einige Spanier, ein Franzose und Brasilianer angekommen. Es war ein bunter Völkerabend. Doch irgendwie verstanden wir uns alle. Mit schlechtem Englisch und Händen und Füßen klappte es. Spät um zwölf kamen wir an diesem Abend erst ins Bett. Das war zwar nicht schlimm, aber wir hatten am nächsten Tag den Aufstieg nach O Cebrerio vor uns. Das war eine Strecke von circa achtunddreißig Kilometern. Wir mussten von vierhundert Metern auf  tausenddreihundert Meter rauf. Das dürfte noch schwer genug werden.

Der sechste Tag:

Um sechs Uhr aufstehen und alles wie sonst. Pünktlich um sieben Uhr kamen wir los. Ich hatte meine Fersen gut getapet und hoffte das sie halten würden. Es dauerte fast eine halbe Stunde bis ich normal laufen konnte. Aber dann konnten wir einen ordentlichen Schritt zulegen. Erst ging es noch ziemlich gerade aus, aber so gegen elf Uhr wurde es immer steiler. Die Sonne brannte vom Himmel. Es waren fünfunddreißig Grad und es ging kein Wind. Wir hatten noch ungefähr zehn Kilometer vor uns. Der Weg wurde immer steiler die Landschaft immer schöner und wir immer kaputter. Es war halb vier als wir endlich in O Cebrerio ankamen.

                     

                     

                                                                                                          (Die Herberge in O Cebreiro)

Die Fersen hatten gehalten. Jetzt noch ein Bett und etwas zu essen und dann ab in die Falle. Zumindesten war uns im Moment danach. Wir holten uns unseren wohl verdienten Stempel ab und bekamen unser Bett zugewiesen. Erschöpft aber zufrieden es bis hier geschafft zu haben, gingen wir duschen. Danach begaben wir uns in den kleinen Ort und tranken ein schönes Bier. In einem kleinen Souvenirladen kaufte ich mir einen Wanderstock. Es war das schönste Wetter. In einer Bar hing ein Fernseher. Hier liefen gerade die Nachrichten und der Wetterbericht. Carsten übersetzte den Wetterbericht. Sie sagten einen Orkan für die Nacht voraus. Es sollte ein Wetterumschwung stattfinden. Naja wir würden es ja erleben. Gegen zweiundzwanzig Uhr hauten wir uns auf´s Ohr. Wir hatten uns für den nächsten Tag wieder achtunddreißig Kilometer auferlegt. Denn der Tag an dem ich nicht laufen konnte hatte uns zeitlich etwas zurück geworfen.

Der siebte Tag:

Nach dem Aufstehen, hörten wir draußen schon den Orkan toben. Wie jeden morgen aufstehen, waschen, anziehen und losgehen. Aber an diesem morgen war das etwas anders. Draußen war es am schütten. Der Orkan peitschte den Regen quer über die Straßen. Wir zogen unseren Poncho über und trotz der Warnungen anderer Pilger machten wir uns auf den Weg. Erst einmal konnten wir den Weg im Dunkeln nicht sofort finden und so machten wir einen Umweg von fast drei Kilometern. Dann fanden wir den richtigen Weg. Nach gut drei Stunden Regen waren unsere Schuhe durchgenässt und die Feuchtigkeit zog unter dem Poncho hoch. Carsten fing an zu schimpfen den es machte nicht wirklich Spaß bei diesem Wetter zu laufen. Wir kamen nur langsam vorwärts und machten viele kurze Pausen. Nach zwölf Stunden Fußmarsch kamen wir total erschöpft in Sarria an. Zum Glück fanden wir schnell unsere Herberge. Wir hatten uns hier eine private Herberge ausgesucht. Die Herberge heißt O` Durminento. In der Rua Mayor 44. Mit unseren Herbergen hatten wir bisher ein gutes Händchen gehabt. Das war auch hier so. Es war fast zwanzig Uhr als wir nass und müde die Herberge betraten. Bilder hatte ich diesen Tag nicht gemacht. Dafür war keine Zeit und ich wollte auch nicht das die Kamera naß wurde. Nach einem sehr guten Abendbrot legten wir uns ziemlich schnell ins Bett. Der nächste Tag würde noch schwerer werden, denn wir mussten fünfundvierzig Kilometer bewältigen. Aber wir hatten ja bis hierher immerhin schon zweihundert fünfzig Kilometer geschafft.

Der achte Tag:

Pünktlich um sieben Uhr kamen wir los. Es war immer noch sehr windig und es regnete leicht. Fast eine Stunde brauchten wir, bis wir unseren Schritt gefunden hatten. Aber dann machten wir Tempo. Dann kamen wir an einem wichtigen Punkt vorbei. Es war der Kilometerstein.

                                                                      

Nach gut zweiundzwanzig Kilometern kamen wir nach Portomarin. Über einen breiten Fluss kam man dort hin. Von der Brücke, die wir überquerten hatte man eine schöne Aussicht. Portomarin selber ist eine schöne Stadt.

                             

Am Marktplatz setzten wir uns in ein Caffee und machten eine Pause von einer Stunde. Eigentlich viel zulange. Aber irgendwie waren wir jetzt schon erschöpft. Dabei hatten wir noch dreiundzwanzig Kilometer vor uns.

                                

Nach unserer Pause fühlten wir uns etwas besser und so machten wir uns wieder auf den Weg. Nach weitern zehn Kilometern waren unsere Füße so schwer, dass wir uns entschlossen an der nächsten Herberge halt zumachen. In dem Ort Ventas de Naron begaben wir uns zur Herberge Casa Molar. Diese war mit einer Bar in der es auch Abendbrot gab ausgestattet. Auch machte die Herberge einen gepflegten Eindruck. Die Schlafgelegenheiten waren auch in Ordnung.

                         

Wir waren froh nicht weiter gegangen zu sein. Es hatte den ganzen Tag immer wieder geregnet und jetzt gegen Abend wurde es auch wieder stürmisch. Leider hatten wir heute nicht unser Tagesziel erreicht. Wir lagen zwölf Kilometer zurück. Aber bis nach Santiago de Compostela waren es nur noch circa siebenundsiebzig Kilometer. Diese teilten wir auf unseren letzten drei Tagen neu auf. So brauchten wir pro Tag nur noch sechsundzwanzig Kilometer zu gehen. Eine lösbare Aufgabe. Wir aßen noch zu Abend und legten uns früh hin. Für die Nacht war erneut ein Sturm im Fernsehen angekündigt worden.

Der neunte Tag:

Am Morgen standen wir nicht wie immer als erste auf, sondern wir blieben etwas länger liegen. Den es gab erst ab halb acht ein Frühstück, das wir noch einnehmen wollten. Nach einem einfachen Frühstück gingen wir los. Immer weiter Berg ab. Wie schon den Tag davor. Am Morgen regnete es noch , aber mit der Zeit wurde das Wetter immer besser. Unser Ziel an diesem Tag war der Ort Melide Am Nachmittag wurde Carsten immer langsamer und seine Laune passte sich unserem Tempo an. Denn sein Fußgelenk hatte etwas abbekommen. Durch das ständige Berg ab hatte er wohl sein Fußgelenk überbeansprucht. Ich hatte mich ja schon mit den Schmerzen an meinen Fersen abgefunden und machte Witze darüber. Endlich um halb vier Uhr kamen wir im Melide an. Wir gönnten uns eine Privatherberge und waren froh angekommen zu sein. Erstmal frisch machen und dann etwas essen. Carsten zog seine Trekkingschuhe aus und da sahen wir die Bescherung. Sein Fußgelenk war faustgroß angeschwollen.

                                           

                                                           Leider ist das auf dem Bild nicht so richtig zu sehen.

Aber mit dem Fuß brauchten wir an ein Weitergehen am nächsten Tag nicht zu denken. Zum Glück brauchten wir heute nicht mehr zu laufen und so legten wir sofort kalte Waschlappen auf die Schwellung. In der Hoffnung, das der Knöchel bis zum Morgen abgeschwollen sein würde. Es waren ja nun auch nur noch fünfzig Kilometer bis zum Ziel.

Der zehnte Tag:

Der nächste Morgen brachte uns die Ernüchterung. Carsten sein Fuß war nur geringfügig ab- geschwollen. Das war nicht gut, den so konnte Carsten auf keinen Fall weitergehen. Wir beratschlagten unser weiteres Vorgehen. Es blieb nur eine Lösung, der Bus. Es war zwar nicht schön aber es blieb Carsten nichts anderes übrig. Wenn wir die letzte Etappe nach Santiago laufen wollten mussten wir heute eine Buspause einlegen. Denn wenn wir uns heute bis nach Rua durchkämpfen würden, dann würden wir spätestens die letzte Etappe mit dem Bus fahren müssen. Man kann aber lieber ins Ziel laufen und das wollten wir auch. Nach dem wir alles zusammen gesucht hatten, begaben wir uns auf den Weg zur Bushaltestelle. Es regnete wieder und so standen wir fast zweieinhalb Stunden da und warteten auf den Bus. Hier sprachen wir noch mit einem netten Schweden. Endlich kam der Bus und wir fuhren nach Rua.

Dort quartierten wir uns in der netten Herberge O Pino ein. Es war sehr schön und gemütlich hier. Da wir jetzt den ganzen Tag Zeit hatten unsere Füße zu versorgen, waren wir voller Zuversicht die letzte Etappe zu schaffen. Denn diese war auch nicht ohne denn es ging noch einmal über eine leichte Anhöhe. Wir ruhten uns den ganzen Tag aus und Carsten bekam von zwei Französinnen noch eine Salbe für seinen Verstauchten Knöchel. Diese half die Schwellung aus dem Knöchel zu nehmen. Hier lernten wir noch vier nette Schotten kennen.

Der elfte Tag:

So nun auf zur letzten Etappe. Um halb acht gingen wir los. Es war wie schon die ganzen Tage stockdunkel. Außerdem war es stark bewölkt und nieselte leicht. Unterwegs trafen wir immer mehr Pilger. Wir legten zwischendurch noch ein paar kurze Pausen ein. Denn wir wollten uns am letzten Tag nicht mehr verausgaben.

                              

                                                                                                      Ralf                          Carsten

Die letzte Steigung ging noch einmal auf dreihundertsiebzig Meter rauf zum Monte del Gozo. Durch die schlechte Sicht konnte man nicht nach Santiago herunter sehen. Schade!!!. Wir hatten uns am Vortage gut erholt und konnten so einen guten Schritt vorlegen. Die letzten zweiundzwanzig Kilometer schafften wir in knapp sechs Stunden. Dann endlich hatten wir es geschafft. Wir waren da. Das Ortsschild von Santiago war in Sicht.

                                                        

Über eine Brücke ging es nach Santiago rein. Von hieraus mussten wir noch fast eine Stunde gehen , bis wir das endgültige Ziel die Kathedrale von Santiago de Compostela erreichten.

Endlich da. Wir hatte es geschafft. Vor uns lag der imposante Bau. Viele Pilger zu Fuß oder mit dem Rad waren von Freude erfüllt. Und man konnte den Menschen ansehen wie froh und glücklich sie waren das Ziel erreicht zu haben. Auch uns erging es so. Wir waren stolz hier stehen zu dürfen.

                                                           

                    

Als erstes besuchten wir die Kathedrale von innen. Sie ist sehr schön. Die Innenausstattung der Kathedrale in Worten wiederzugeben ist nicht so einfach. Sie ist prachtvoll, herzergreifend und Ehrfurcht einflößend. Den Rest sollte man sich selber anschauen.

Danach begaben wir uns in das Pilgerbüro und bekamen unseren letzten Stempel und unsere Urkunde. Nach dem das erledigt war, mussten wir uns noch eine Unterkunft für die Nacht suchen.

Da hatten wir Glück. Als wir uns zurück zur Hauptstraße begeben hatten, sprach uns ein Spanier auf gebrochenem Schweizer Deutsch an. Er hatte wohl gemerkt das wir eine Unterkunft suchten. Wir folgten ihm. Der Spanier hatte eine Bar mit Hotelbetrieb. Die Hotelbetreiber waren sehr nett. Wir bekamen erst einmal etwas zu essen und danach zeigte man uns das Zimmer. Es war sauber , ordentlich eingerichtet und hatte Dusche mit WC . Wir waren begeistert. Endlich nicht mehr in Hochbetten mit zwanzig anderen in einem Raum schlafen zu müssen. Die Adresse lautet: Obradorio Hospedaje – Restaurante , C/Pombal 44 Santiago de Compostela.

Kann ich weiter empfehlen.( Es sei denn es hat sich mittlerweile verschlechtert.)

Der Hotelier erklärte uns auch das man nicht so einfach zu Fuß zum Flughafen gehen konnte. Es war viel zu weit. Er besorgte uns für den nächsten Tag ein Taxi das uns rechtzeitig abholen und zum Flughafen bringen würde. Den letzten Abend unseres Aufenthaltes in Spanien ließen wir es uns gut gehen. Der nächste Morgen war der unserer Abreise und irgendwie gingen wir mit Wehmut.

Wir hatten einiges erlebt und viele nette Leute aus aller Herrenländer kennen gelernt.

Aber wie heißt es doch – Alles hat einmal ein Ende. Aber das wussten Carsten und ich schon jetzt. Der Jakobusweg würde uns noch einmal wiedersehen. Und dann würden wir den ganzen Weg von Saint – Jean – Pied – de -Port bis nach Santiago de Compostela gehen.

Man sagt ja, das wenn man den Jakobusweg pilgert sich in einem etwas verändert , das konnten wir so nicht sagen. Aber man sieht danach vielleicht doch einiges mit anderen Augen. Natürlich kommt es hier auch auf die eigene Einstellung zum Glauben an.

(Als Nachtrag sollte ich noch vielleicht noch sagen , dass ich natürlich nicht alles so ganz ausführlich berichten konnte. Denn das hätte sonst den Rahmen gesprengt.)

Mit freundlichem Pilgergruß

Buen Camino Euer Ralf

                                           

Nachtrag :

Im Juli 2008 haben Carsten und ich den Jakobsweg von   Saint - Jean - Pied - de - Port

nach Saintjago de Compostela  noch einmal komplett vollzogen.  Es war noch einmal ein sehr schönes

Erlebniss und wir lernten wieder  sehr nette Menschen kennen.